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Newsletter vom 29.Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Literaturarchivs!

Auch am Ende dieses Universitätsjahres dürfen wir Sie über aktuelle Veranstaltungen, Erwerbungen, Publikationen und sonstige wissenswerte Neuigkeiten informieren.

Sie finden auch eine weitere Folge aus der Rubrik "las*funde", in der wir Ihnen regelmäßig eine interessante Archivalie aus unserem Bestand vorstellen. Der Autor, den wir Ihnen damit in Erinnerung rufen, steht repräsentativ für die Literaturlandschaft Flachgau, mit der sich unsere neueste Publikation beschäftigt.

Das Team des Literaturarchivs wünscht Ihnen schöne und erholsame Sommerwochen.

Mit den besten Grüßen
Manfred Mittermayer
im Namen des gesamten Archivteams

Aktuelle Ankündigungen


BUCHPRÄSENTATION


Silvia Bengesser: Literaturlandschaft Flachgau



Am Samstag, 1. Juli 2017, findet um 19.30 Uhr im Gemeindeamt Nußdorf am Haunsberg die Präsentation des eben erschienenen Bandes Literaturlandschaft Flachgau von Silvia Bengesser statt. Die Verfasserin stellt ihr Buch vor, die Schauspielerin Anita Köchl liest ausgewählte Texte, weitere Mitwirkende sind der Autor Ludwig Laher, der Akkordeonist Norbert Sprave und Manfred Mittermayer.

In dem Literaturführer zur nördlichen Region des Salzburger Landes werden die biographischen und werkspezifischen Verflechtungen von Autoren und Autorinnen mit Städten, Land- und Ortschaften des Flachgaus zu einem facettenreichen literatur- und kulturgeschichtlichen Mosaik zusammengefasst. Der reich illustrierte Band, eine Kombination der 2006 veröffentlichten (und aktualisierten) Literaturlandschaft Salzburger Seengebiet mit der neu erarbeiteten Darstellung des westlichen Flachgaus, vervollständigt die in der Edition Eizenbergerhof verlegten Führer durch die Literaturlandschaften Salzburgs; er entstand als Kooperation des Literaturarchivs mit dem Salzburger Literaturforum Leselampe und prolit.


SOMMERAUSSTELLUNG 2017


Von Zweig bis Handke. Die Sammlung Adolf Haslinger



Von 1. bis 31. August 2017 zeigt das Literaturarchiv Salzburg in seinem Veranstaltungssaal die Ausstellung Von Zweig bis Handke. Die Sammlung Adolf Haslinger. Damit wird daran erinnert, dass der Salzburger Germanistikprofessor Adolf Haslinger im Jahr 1977, also vor vierzig Jahren, damit begann, literarische Autographen zu sammeln. Daraus entwickelte sich die 1991 ins Leben gerufene „Stiftung Salzburger Literaturarchiv“, die 2014, ein Jahr nach dem Tod ihres Gründers, in „Adolf Haslinger Literaturstiftung“ umbenannt wurde.

Haslinger betreute zusammen mit seinem Mitarbeiter Hildemar Holl die immer mehr anwachsende Sammlung von literarischen Archivalien, aber auch die zugehörige Bibliothek. Als 2012 das derzeitige Literaturarchiv Salzburg als Forschungszentrum von Universität, Land und Stadt Salzburg ins Leben gerufen wurde, brachte die von Haslinger gegründete Stiftung ihre Sammlung im Rahmen einer Kooperation in die Bestände des neuen Archivs ein, wo sie seither der Forschung zur Verfügung steht und vom Team des LAS betreut wird.

Die von Martin Huber und Manfred Mittermayer kuratierte Ausstellung wird von Gerhard Spring künstlerisch gestaltet. Sie ist eine Kooperation zwischen dem Literaturarchiv und der Adolf Haslinger Literaturstiftung.

Die Eröffnung wird am 31. Juli 2017 um 19.00 Uhr in der Max Gandolph Bibliothek stattfinden. Besonderer Gast des Abends wird Alois Brandstetter sein.

Die Ausstellung ist ab 1. August jeweils an Werktagen von 10 bis 18 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen.


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las*funde


Georg Rendl: Haus in Gottes Hand


Manuskript, Bl. 1, Schenkungseintrag auf der Rückseite des provisorischen Buchdeckels


In dem umfangreichen Werk-Nachlass des Schriftstellers Georg Rendl (1903–1972) im Literaturarchiv Salzburg befindet sich u.a. auch das Manuskript des 1951 veröffentlichten Romans Haus in Gottes Hand. Dieser autobiographisch grundierte Text handelt von der Entdeckung eines desolat anmutenden Wirtschaftsgebäudes am Rande der Salzachauen von St. Georgen, von der Faszination, die das Haus von Beginn an auf den Erzähler und seine Frau ausübt, von den aufwändigen Renovierungsarbeiten und den Begegnungen der neuen Hausbewohner mit der ansässigen Bevölkerung. Einen großen Raum nimmt die Darstellung eines Haus, Tier und Mensch bedrohenden Hochwassers ein. Der Roman erschien im Wiener Verlag Kremayr & Scheriau und ebenfalls 1951 in einer 2. Auflage bei Donauland.

Das Romanmanuskript ist abgesehen von einigen Wasserflecken sehr gut erhalten und darf aufgrund der zeitlichen Nähe zum Publikationsjahr als Druckvorlage gelten: Rendl verzeichnete nämlich auf dem letzten Blatt das Ende der Arbeit mit „31. Dezember 1950 / 13h25“. Letzte Sicherheit könnte jedoch nur ein textgenetischer Vergleich mit den ebenfalls erhaltenen Druckfahnen und dem veröffentlichten Werk ergeben. So trägt das Manuskript z.B. den von Rendl bevorzugten Titel „Ein stilles Haus in Österreich“ anstelle des später vom Verlag verfügten Haus in Gottes Hand (s. Rendls Reaktion im Brief an Max Stebich vom 20. Februar 1951). Die 282 einseitig und eng mit blauer Tinte beschriebenen Blätter (20,5 x 14,5 cm) des Manuskripts werden durch zwei lange Messingschrauben zusammengehalten; zwei Blätter aus Karton dienen als provisorische Buchdeckel.

Diese Form der Bindung ist für Rendl ungewöhnlich und hat vermutlich damit zu tun, dass er am 14. September 1963 das Romanmanuskript einem „Christilein“, einer in der Rendl-Biografik nicht ausgewiesenen Geliebten, geschenkt hat bzw. schenken wollte. Die Schenkungsabsicht wurde auf der Rückseite des vorderen Buchdeckels von Rendl vermerkt, die verwendete Tinte unterscheidet sich eindeutig von der des Manuskripts. Da sich dieses ‚Geschenk‘ jedoch im Nachlass Rendls befand, den er mit Zeitpunkt seines Todes der Gemeinde St. Georgen vermacht hatte, bleibt ungeklärt, ob die Beschenkte das Manuskript an Rendl zurückgegeben hat oder ob die Schenkung überhaupt erfolgt ist.


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Salzburger Bachmann Edition


Neuerscheinungen

Im Februar und Mai dieses Jahres konnten die ersten beiden Bände der Salzburger Bachmann Edition im Rahmen einer Verlagskooperation im Suhrkamp und im Piper Verlag erscheinen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde „Male oscuro“ bereits neu aufgelegt.



Pressereaktionen

Die Salzburger Bachmann Edition sowie die ersten beiden Publikationen der Reihe wurden am 22. Februar in Berlin bei einer Presskonferenz im Suhrkamp Verlag von den Gesamtherausgebern Hans Höller und Irene Fußl vorgestellt. Das Medieninteresse an der Ausgabe spiegelt sich in den zahlreichen Besprechungen aller wichtigen deutschsprachigen Tageszeitungen (u.a. Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Der Standard), Wochenzeitungen (Die Zeit, Der Spiegel, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), im Fernsehen (SRF: Literaturclub, 3sat: Kulturzeit), Radio (u.a. Deutschlandradio Kultur) und im Internet (u.a. literaturkritik.de, salzburg.ORF.at).

Bachmann-Abend im Literaturarchiv

Zum Auftakt der Salzburger Bachmann Edition, die an der Ingeborg Bachmann Forschungsstelle des Literaturarchivs entsteht, fand am 22. Mai die Präsentation der ersten beiden Bände statt. Isolde Schiffermüller stellte ihr gemeinsam mit Gabriella Pelloni ediertes Buch „Male oscuro“. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit, Marie Luise Wandruszka den von ihr herausgegebenen Band Das Buch Goldmann vor. Hans Höller und Irene Fußl sprachen über die Konzeption der Ausgabe. Als besonderen Gast durften wir Heinz Bachmann, den Bruder der Autorin, begrüßen, der in einem Gespräch mit Manfred Mittermayer über seine Erinnerungen an Ingeborg Bachmann erzählte. Rektor Heinrich Schmidinger eröffnete den Abend. Bei einem kleinen Buffet konnte der Abend mit Gesprächen ausklingen.


Von links: Marie Luise Wandruszka, Hans Höller, Heinz Bachmann, Isolde Schiffermüller

Ausblick

2018 wird die Salzburger Bachmann Edition mit dem Erzählband Das dreißigste Jahr, der den Genre-Wechsel Bachmanns von der Lyrik zur Prosa markiert, herausgegeben von Rita Svandrlik, sowie dem poetischen und in seiner freundschaftlichen Zuneigung berührenden Briefwechsel mit Hans Magnus Enzensberger, herausgegeben von Hubert Lengauer, fortgesetzt.


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Weitere Veranstaltungen und Vorträge


Archivtage

Das Literaturarchiv Salzburg beteiligte sich am 19.5.2017 an den „Tagen der Archive“, einer Veranstaltungsreihe im Rahmen des „Wissensmonats“ der Stadt Salzburg, mit Führungen durch das Archiv und einem Handschriftenworkshop. Den BesucherInnen wurden vom Leiter des Literaturarchivs u.a. Bestände von Stefan Zweig, Peter Handke, Barbara Frischmuth und Walter Kappacher präsentiert. Beim Workshop hatten die TeilnehmerInnen Gelegenheit, Schrifttypen und grafologische Eigenheiten der im Literaturarchiv aufbewahrten Manuskripte und handschriftlich annotierten Typoskripte kennenzulernen und sich im Transkribieren zu üben. Darüber hinaus wurden Einblicke in die Arbeitsweisen verschiedener AutorInnen ermöglicht.


Rauriser Literaturtage

Die Rauriser Literaturtage 2017 fanden unter der Intendanz von Ines Schütz und Manfred Mittermayer vom 29. März bis zum 2. April statt. In diesem Jahr beschäftigten sich die Veranstaltungen des Festivals unter dem Motto Körper.Sprache mit den Möglichkeiten, wie die unterschiedlichsten Aspekte des Körpers (Liebe, Sexualität, Geburt, Krankheit, Tod etc.) in der Literatur thematisiert werden.

Der vom Land Salzburg verliehene Rauriser Literaturpreis für das herausragendste Prosa-Debüt des letzten Jahres ging an Senthuran Varatharajah für seinen Roman Vor der Zunahme der Zeichen, der Förderungspreis wurde Mercedes Spannagel zuerkannt. An drei Hauptabenden und im Rahmen eines Lyrik-Schwerpunkts fanden Lesungen prominenter Autorinnen und Autoren statt (darunter Marica Bodrožić, Franzobel, Dana Ranga, Silke Scheuermann, Michael Stavarič u.a.), teilweise in Kooperation mit den Salzburger Institutionen Literaturhaus, Literaturforum Leselampe und prolit.

Dazu kam ein umfangreiches Begleitprogramm aus weiteren Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen – aus Rauris, von allen österreichischen Universitäts-Instituten für Germanistik sowie aus lokalen Schulen und Lesezirkeln.
www.rauriser-literaturtage.at/


FOLLOW STEFAN – Digitaler Rundgang auf den Spuren Stefan Zweigs

Anlässlich der von Klemens Renoldner kuratierten Sonderausstellung „Ich gehöre nirgends mehr hin!“ zum 75. Todestag Stefan Zweigs im Salzburg Museum entstand in Zusammenarbeit von Salzburg Museum, Projekt Ingeborg und Literaturarchiv, ein digitaler Rundgang, der auf den Spuren Stefan Zweigs durch die Altstadt führt. Der multimediale Pfad bietet am Smartphone Informationen zu Leben und Wirken von Stefan Zweig in Salzburg. Follow Stefan wurde als Teil des Vermittlungsangebots für Schulklassen im Salzburg Museum und im Literaturarchiv Salzburg entwickelt. Nähere Informationen zum Rundgang unter:
salzburg.pingeb.org/follow-stefan/


Lange Nacht der Museen

Am 7. Oktober 2017 wird das Literaturarchiv im Rahmen der Langen Nacht der Museen wieder eine Reihe von Veranstaltungen anbieten: Neben Führungen (jederzeit nach Bedarf), einer Präsentation der Arbeit an der Salzburger Bachmann Edition (19.00 Uhr) und einem Kinderprogramm (18.00 bis 21.00 Uhr) wird der Schauspieler Werner Friedl um 20.00 Uhr in einer Lesung Texte aus dem Literaturarchiv vortragen.


Thomas-Bernhard-Tage St. Veit

Am 13. und 14. Oktober 2017 finden in St. Veit im Pongau in Kooperation mit dem Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg und dem Literaturarchiv die 23. Thomas-Bernhard-Tage statt. Die auch diesmal von Harald Gschwandtner konzipierte Veranstaltung hat den Titel Thomas Bernhard als Polemiker. Neue Perspektiven auf einen streitbaren Autor. Nach einer Lesung von Bodo Hell (13. Oktober, 19.30 Uhr) folgen am 14. Oktober Vorträge und Gespräche mit Daniela Strigl, Clemens Götze, Harald Gschwandtner, Norbert Christian Wolf, Renate Langer, Martin Huber und Manfred Mittermayer.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter:
www.w-k.sbg.ac.at/fileadmin/Media/Kunstpolemik/Forschung/2017_Wintersemester/Thomas_Bernhard_Tage_2017_Programmheft.pdf


Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer

Im Rahmen des Fortbildungsangebots der Pädagogischen Hochschule Salzburg für Lehrerinnen und Lehrer wird heuer am 23. Oktober zum zweiten Mal die Veranstaltung „…in Seidenpapier faltenlos eingeschlagen“ – Auf den Spuren Stefan Zweigs im Literaturarchiv Salzburg statt, die einen Einblick in das Workshop-Angebot für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 stattfinden. Nähere Informationen zum Angebot findet sich auch auf unserer Website unter:
www.uni-salzburg.at/fileadmin/multimedia/Literaturarchiv Salzburg/SchuleimLAS.pdf


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Ankäufe


Ankauf Privatarchiv Jochen Jung

Anfang des Jahres konnte das Literaturarchiv mit dem Privatarchiv Jochen Jung einen wichtigen Bestand dieses in der deutschsprachigen Literaturszene bestens vernetzten Verlegers erwerben. Die Sammlung, die von seiner Zeit als Lektor und dann Geschäftsführer des für die österreichische Literaturgeschichte nach 1945 so wichtigen Residenz Verlages bis zu seinem aktuellen Verlag Jung und Jung reicht, enthält neben Konvoluten mit Manuskripten und Typoskripten u.a. Korrespondenzen mit praktisch allen bedeutenden Autorinnen und Autoren beider Verlage, erwähnt seien hier nur Korrespondenzen mit Thomas Bernhard und Peter Handke. Dieser Ankauf ergänzt ideal das Archiv des Residenz Verlages, das das Literaturarchiv Salzburg schon vor einigen Jahren erwerben konnte.


Vorlass des Mahler-Forschers Franz Willnauer

Im Jänner 2017 konnte das Literaturarchiv das Gustav-Mahler-Archiv von Franz Willnauer übernehmen, das der langjährige Kulturmanager (u.a. Generalsekretär der Salzburger Festspiele 1986–1991) und studierte Theaterwissenschaftler in vierzigjähriger Sammeltätigkeit aufgebaut hatte. Der umfangreiche Wissenschaftler-Vorlass umfasst u.a. 1.900 Brief-Kopien, darunter 225 Briefe von Anna Bahr-Mildenburg, nach der im UNIPARK ein Hörsaal benannt ist, außerdem mehr als 350 Bände und über 1.200 Druckschriften aus der Sekundärliteratur u.v.a. Im Jahr 2016 war im Zsolnay Verlag (Wien) unter dem Titel „In Eile – wie immer!“ ein von Willnauer herausgegebener (und von der Universität Salzburg geförderter) Band mit neuen unbekannten Briefen Mahlers erschienen.


Briefe Stefan Zweigs an Frans Masereel

Im März 2017 gelang dem Literaturarchiv der Ankauf einer bedeutenden und bisher nicht publizierten Korrespondenz Stefan Zweigs. Aus einer Privatsammlung konnten 65 Briefe und Postkarten Stefan Zweigs an Frans Masereel erworben werden. Der belgische Künstler Frans Masereel zählt zu den wichtigsten und vertrautesten Freunden Stefan Zweigs. Die beiden hatten sich während des Ersten Weltkriegs in der Schweiz kennengelernt und seitdem auch an gemeinsamen Buchprojekten gearbeitet. In ihrer Korrespondenz, die bis in den Zweiten Weltkrieg reicht, spiegeln sich das Zeitgeschehen und ihr persönlicher Lebensweg vom Traum des Pazifismus und eines einigen Europas über die produktiven und erfolgreichen Jahre der Zwischenkriegszeit bis zu den bitteren Erfahrungen des Exils.

Die Gegenbriefe Masereels sind Teil der Stefan Zweig Collection an der Daniel A. Reed Library der State University of New York in Fredonia (USA). Weitere Teile der Korrespondenz werden im Deutschen Literaturarchiv in Marbach aufbewahrt. Dieser aufschlussreiche und bisher kaum beforschte Briefwechsel ist somit erstmals in seiner überlieferten Form vollständig für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich.


Briefe Stefan Zweigs an Victor und Max Fleischer

In Ergänzung zu den Ankäufen im vergangenen Jahr konnten auch heuer 27 weitere, bisher unbekannte Korrespondenzstücke Stefan Zweigs an die Brüder Victor und Max Fleischer erworben werden. Zusätzlich konnte das Literaturarchiv Korrespondenzen an die Brüder Fleischer von wichtigen Personen aus dem Umfeld Stefan Zweigs ankaufen, darunter zwei umfangreiche Briefe des Schriftstellers Felix Braun, vier Briefe und Karten des Grafikers Ephraim Moses Lilien und ein Konvolut mit Briefen von Max Bruns, Hans Carossa, Franz Theodor Csokor, Franz Karl Ginzkey u.a. Auch die Sammlung der Briefe und Karten von Friderike von Winternitz, der ersten Frau Stefan Zweigs (von 1920 bis 1938), an Victor Fleischer aus den Jahren 1914 bis 1916 konnte um weitere 5 Stücke ergänzt werden.


Sammlung Nikolaus Schaffer

Korrespondenzstücke und Werkmanuskripte von Rudolf Bayr, Thomas Bernhard, Gottfried von Einem, Peter Handke, Herbert von Karajan, Alfred Kubin, Ernst Lothar und Carl Zuckmayer finden sich in einer Sammlung von Dr. Nikolaus Schaffer, die das Literaturarchiv heuer erwerben konnte. Der Großteil der erhaltenen Schriftstücke stammt aus dem Nachlass der langjährigen Mitarbeiterin des Salzburger Residenz Verlags, Renate Buchmann.


Gerold Foidl – Sammlung Dorothea Macheiner

Wir bedanken uns bei der Schriftstellerin und Herausgeberin Dorothea Macheiner, die viele Jahre den Nachlass des 1982 in Salzburg verstorbenen Autors Gerold Foidl verwaltete, für die großzügige Schenkung ihrer Sammlung. Neben zahlreichen Materialien zum Leben und Werk Gerold Foidls ist darin auch ein Konvolut mit mehreren Original-Typoskripten zum 1985 postum von Peter Handke in der edition suhrkamp herausgegebenen Werk Scheinbare Nähe zu finden.


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Publikationen


Thomas-Bernhard-Biografie auf Serbisch

Der von Manfred Mittermayer im Rahmen seiner Forschungstätigkeit am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie sowie am Literaturarchiv Salzburg verfasste Band Thomas Bernhard. Eine Biografie (Residenz Verlag, 2015) ist 2016 in serbischer Übersetzung von Relja Dražić im Verlag Futura publikacije, Novi Sad, erschienen. Der Autor stellte das Buch gemeinsam mit dem Übersetzer und dem Philosophen Ivan Milenković am 11. Mai 2017 im Goethe Institut Belgrad vor.


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Forschung


Adolf Haslinger Literaturstipendium

Als Stipendiatinnen des Adolf Haslinger Literaturstipendiums forschen in diesem Jahr Verena Maria Höller (Paris-Lodron-Universität Salzburg) und Julia Glunk (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) am Literaturarchiv. Als themenspezifisches Stipendium nimmt das Adolf Haslinger Literaturstipendium Bezug auf die Bestände der Stiftung und befördert ihre erschließende und wissenschaftliche Bearbeitung. Verena Maria Höller und Julia Glunk arbeiten beide an den Sammlungen zu Stefan Zweig und leisten in diesem Rahmen auch wertvolle Vorarbeiten für das derzeit in Vorbereitung befindliche Web-Projekt STEFAN ZWEIG DIGITAL.


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