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Newsletter vom 07.06.2020
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Sehr geehrte Uni-MitarbeiterInnen,

herzliche Grüße sendet das PR-Büro der Universität Salzburg.

Meldungen aus dem Rektorat

  • Tag der offenen Tür ... mehr
  • Kurt-Zopf-Förderpreis für Christian Wolf ... mehr
  • Ab 12.3.: Einblicke in die Spracharbeit für Ehrenamtliche ... mehr
  • 14.3.: Defending Guantanamo Prisoners - When Justice fails ... mehr

Meldungen aus den Fachbereichen

  • 10 Jahre Zentrum für Ethik und Armutsforschung in Salzburg ... mehr
  • 14.3.: Beherrschen die Biowissenschaften unser Leben? ... mehr
  • 15.3.: Vortrag des Agorà-Forums ... mehr

Veranstaltungen an der Universität Salzburg

  • 8.3.: Geologisches Kolloquium am Dienstag ... mehr
  • 9.3.: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft ... mehr
  • 9.3.: "Lebensgespräch" mit Dr. Walter Sauer ... mehr
  • 10.3.: Auf Brautschau - Jerusalem in der kabbalistischen Literatur des Mittelalters ... mehr
  • Weitere Veranstaltungen im Überblick ... mehr
Meldungen aus dem Rektorat

Tag der offenen Tür

Am Mittwoch, den 16. März 2016, lädt die Universität Salzburg Schülerinnen und Schüler, Eltern und Interessierte herzlich ein, sich über das vielfältige Studienangebot zu informieren.

Das Programm finden Sie hier.

Verpackt in ein interessantes und abwechslungsreiches Programm, bekommen die Besucher alle wichtigen Informationen rund um das Studium: Was kann oder soll ich studieren, wie komme ich zu einem Stipendium, wer berät mich über Auslandssemester und hilft bei der Wohnungssuche? Diese und weitere Fragen beantworten Professoren, Mitarbeiter und Studierende der Universität Salzburg im persönlichen Gespräch.

Die Besucher können den Studienalltag miterleben: Die speziell für die Gäste vorbereiteten Workshops geben Einblick in die Studieninhalte. Den regulären Lehrbetrieb kann man in „Schnuppervorlesungen“ kennen lernen. Am Nachmittag finden Führungen durch historisch und architektonisch reizvolle Universitätsgebäude statt. Zum Mit-nach-Hause-Nehmen gibt es aufschlussreiche Studienbroschüren und kleine Präsente, auch für einen kostenlosen Imbiss in der Mensa ist gesorgt.

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Kurt-Zopf-Förderpreis für Christian Wolf

Professor Norbert Christian Wolf erhält den Kurt-Zopf-Förderpreis des Jahres 2015. Mit dieser Auszeichnung werden hochrangige und international beachtete Publikationsleistungen von WissenschaftlerInnen der Universität Salzburg prämiert.

Dank der großzügigen Hinterlassenschaft von Kurt Zopf, Förderer der Universität Salzburg, kann WissenschaftlerInnen der Universität Salzburg der Kurt-Zopf-Förderpreis für ihre herausragenden wissenschaftlichen Publikationen verliehen werden. Er ist mit jeweils bis zu 10.000 Euro dotiert.

Im Jahr 2015 zielte die Ausschreibung auf wissenschaftliche Publikationen aus der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaft ab. Bereits renommierte ForscherInnen der Universität Salzburg reichten zahlreiche Anträge ein. Eine aus hochrangigen und erfahrenen, vorwiegend Uni‐externen Fachexperten bestehende Jury wählte die Preisträger anhand der Reputation des Publikationsmediums, der Originalität der Zielsetzung der Publikation, der Neuartigkeit und wissenschaftlichen Bedeutung der Ergebnisse sowie anhand der Qualität der Ausarbeitung und der Präsentation des Inhalts aus. Weitere Auswahlkriterien waren der Beitrag der BewerberInnen an der Publikation sowie die Frage, inwieweit die Publikation in Salzburg entstanden war.

Die Wahl fiel auf die Arbeit von „Norbert Christian Wolf (2014) - Eine Triumphpforte österreichischer Kunst. Hugo von Hofmannsthals Gründung der Salzburger Festspiele. Salzburg/Wien: Jung und Jung”. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren das Renommee und das hohe fachliche Echo und die damit verbundenen wertvollen Impulse für den Wissenschaftsstandort der Universität Salzburg.

Christian Wolf ist seit März 2009 ordentlicher Universitätsprofessor am Fachbereich Germanistik. Seine wissenschaftlichen Auszeichnungen und Funktionen in verschiedenen Kommissionen unterstreichen den hohen Stand innerhalb der Fachwelt.

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Ab 12.3.: Einblicke in die Spracharbeit für Ehrenamtliche

Die Nachfrage nach sprachlicher Unterstützung für AsylwerberInnen und -berechtigte ist weiterhin ungebrochen hoch. Das Sprachenzentrum an der Universität Salzburg setzt deshalb ab 12.03.16 eine sehr erfolgreiche Initiative des ÖDaF - Österreichischer Verband für Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache - für ehrenamtlich in der Spracharbeit tätige Personen in Salzburg um.

In Kooperation mit dem Fachbereich Germanistik und dem ÖDaF können Ehrenamtliche im Rahmen des MORE-Programms an einer Workshopreihe teilnehmen. Wie Ehrenamtliche Geflüchtete sinnvoll sprachlich begleiten können, steht dabei im Mittelpunkt. Ziel ist es, Einblicke in die Spracharbeit zu ermöglichen und keinesfalls eine fundierte Ausbildung zu ersetzen.

Die Workshopreihe wird ab 12.03.2016 an insgesamt fünf Nachmittagen mit jeweils zwei thematischen Blöcken angeboten und richtet sich an Personen ohne sprachdidaktische Ausbildung. Die Teilnahme ist kostenlos; die ebenfalls ehrenamtlichen ReferentInnen sind erfahrene Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrende, die auch in der Ausbildung tätig sind.

Themen sind unter anderem Grenzen und Möglichkeiten der ehrenamtlichen Spracharbeit, Hör- und Lesestrategien, Dialogarbeit, Wortschatzarbeit, Auswirkungen von psychischen Belastungen in Sprachlernkontexten u.Ä.

Informationen zur Workshopreihe
Anmeldung hier

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14.3.: Defending Guantanamo Prisoners - When Justice fails

Präsentation und Diskussion auf Englisch mit Nancy Hollander, International Criminal Defense Lawyer, Albuquerque, USA, am 14. März, 19.30 Uhr, Robert-Jungk-Bibliothek, Stadtwerk, Strubergasse 18.

Eine Veranstaltung der Reihe "JBZ Montagsrunde - Betroffene zu Beteiligten machen". Eine Kooperation der Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen und der Universität Salzburg.

"Speaker Nancy Hollander is an internationally recognized criminal defense lawyer with Freedman Boyd Hollander Goldberg Urias & Ward P.A in Albuquerque, New Mexico/USA, and an Associate Tenant with Doughty Street Chambers, London/UK. Her practice is largely devoted to representing individuals and organizations accused of crimes, including those involving national security issues.

She presently represents two prisoners at the Guantánamo Bay Naval Base and Chelsea Manning who was convicted after disclosing thousands of classified documents to WikiLeaks. In our Montagsrunde she will present her experiences with defending in high-profile cases like these. She will propose some conclusions about the US justice-system and its present workings and failings."

Kontakt: VR ao.Univ.-Prof. Dr. Sylvia Hahn, Vizerektorin für Internationale Beziehungen und Kommunikation, Universität Salzburg, phone 0043/662/8044-2440, mail sylvia.hahn@sbg.ac.at.

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10 Jahre Zentrum für Ethik und Armutsforschung in Salzburg

Am Freitag, 4. März, feiert das Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sein 10-Jahres-Jubiläum mit einem Festakt und einem Symposium. Im Festvortrag spricht die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der BOKU Wien über „Klimawandel – ein Hobby für die Reichen auf Kosten der Armen?“.

Eines der momentan gesellschaftlich am heftigsten diskutierten Themen - „Armut und Migration“ - wird im Symposium zur Sprache kommen. Die Veranstaltungen finden auf der Edmundsburg, Mönchsberg 2, 5020 Salzburg, statt.

Das Zentrum (uni-salzburg.at/zea) wurde als erstes und bisher einziges universitäres Ethikzentrum im deutschsprachigen Raum eingerichtet, das sich ausschließlich sozialethischen Fragen im Kontext von Armut und sozialer Ausgrenzung widmet. Es ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit vielfältigen Einbindungen in internationale Netzwerke. Zugleich ist es um einen Wissenstransfer in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik bemüht. Für einen ständig steigenden Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung sorgt das 2010 gestartete Sozialfestival „Tu was, dann tut sich was“. Eine Initiative mit dem Ziel, Weltverbesserung im Kleinen anzustiften. Nach der Premiere im salzburgischen Lungau ist das Sozialfestival nun in der vierten Runde im Mostviertel angekommen.

An der Wiege des Zentrums steht ein Armutsprojekt des Salzburger Sozialethikers Clemens Sedmak. Er hatte 2001 als erster Philosoph und Theologe den START- Preis, den höchstdotierten und anerkanntesten Wissenschaftspreis Österreichs für Nachwuchsforscher, gewonnen und diese Mittel für das Armutsprojekt eingesetzt, in dem VertreterIinnen von Philosophie, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Theologie kooperierten. Es wurden auch Kontakte zur Kirche und zu NGOs wie der Armutskonferenz geknüpft. Seit 2006 führt das Zentrum für Ethik und Armutsforschung diese Form von interdisziplinärer Forschung und vernetzter Kooperation zu sozialethischen Fragen weiter. Ziel des „ZEA“ ist die Etablierung der Armutsforschung als eigene wissenschaftliche Disziplin.

Die Eröffnungsworte mit einer Präsentation spricht Zentrumsgründer Clemens Sedmak auf der Edmundsburg. Der „Vater des Zentrums“, der 2015 die Leitung an den Salzburger Sozialgeographen Andreas Koch abgegeben hat, ist u.a. auch als Professor für Sozialethik am angesehenen King´s College in London und zurzeit an der University Notre Dame in den USA tätig. Das Zentrum zählt inzwischen sechs ständige wissenschaftliche Mitarbeiter am Standort Salzburg, drei weitere Mitarbeiter sind befristet am Zentrum beschäftigt.

Nach der Präsentation des Zentrums stellt die streitbare Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, Professorin am Institut für Meteorologie der BOKU Wien und Leiterin des Zentrums für globalen Wandel und Nachhaltigkeit, in ihrem Festvortrag die provokante Frage „Klimawandel – ein Hobby für die Reichen auf Kosten der Armen?“. Wie Frau Kromp-Kolb ausführt, sieht sie Klimapolitik als eine große Chance, die Lösung auch anderer Probleme, vor allem des weltweiten Verteilungsproblems und der Armut, voranzutreiben.

Das Symposium steht unter dem Generalthema „Verwundbarkeiten“. Internationale Expert/inn/en referieren von 14 bis bis 17 Uhr zu drei ausgewählten Arbeitsbereichen des Zentrums: Armut und Migration, Armut und Kindheit, Absolute Armut. Christine Straehle, Professorin an der Universität Ottawa, Kanada, und Gastprofessorin an der Universität Hamburg, mit Arbeitsschwerpunkt globale Gerechtigkeit und Migration, spricht in ihrem Vortrag über die „Ethik der Migration. Die Perspektive des verletzbaren Subjekts“. Weitere Referenten sind der Kasseler Sozialpädagoge Mark Schrödter („Vulnerabiliät und Kindheit“) und der Innsbrucker Wirtschafts- und Sozialhistoriker Josef Nussbaumer („Leidenswege der Ökonomie“).

Veranstaltung: 10 Jahre Zentrum für Ethik und Armutsforschung. Festakt und Symposium. Freitag, 4. März 2016, Edmundsburg, Mönchsberg 2, 5020 Salzburg.

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Meldungen aus den Fachbereichen

14.3.: Beherrschen die Biowissenschaften unser Leben?

36 Jahre nach dem „Ende des naturwissenschaftlichen Zeitalters“ - Referate und Diskussion mit Prof. Dr. Herbert Pietschmann, Physiker, und Prof. Dr. Hendrik Ankersmit, Mediziner und Biowissenschafter.

Die Einführungsworte spricht Dr. Erich Hamberger, Kommunikationswissenschafter. Josef Bruckmoser führt durch die Diskussion. Nähere Infos hier.

Anmeldung erbeten: Leopold Kohr-Akademie, Susanna Vötter-Dankl, office@tauriska.at, Mobil 0664/5205203. Veranstalter: Leopold Kohr-Akademie, Universität Salzburg, Salzburger Nachrichten.

Termin: Montag, 14. März 2016, 18 bis 21 Uhr, Universität Salzburg, Bibliotheksaula, 1. Stock, Hofstallgasse 2-4.

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15.3.: Vortrag des Agorà-Forums

Am 23. November 2013 hat die VR China eine Luftverteidigungs-Identifizierungszone im Ostchinesischen Meer (ECS ADIZ) eingerichtet und ihre sofortige Durchsetzung angekündigt. Mit diesem Thema befasst sich Dr.phil. Jiagu Richter in seinem Vortrag "„Der Inselstreit und die ADIZ (Luftverteidigungs-Identifizierungszone) der VR China im Ostchinesischen Meer“.

Das Gebiet umfasst große Teile der Hohen See mit einer Breite von 370 - 500 km östlich der Territorialgewässer der VRC und einer Nord-Süd-Ausdehnung von ungefähr 900 km. Die Einrichtung der chinesischen ADIZ im Ostchinesischen Meer hat scharfe Reaktionen der USA, Süd-Koreas, Australiens, der Philippinen und vor allem Japans hervorgerufen. Japan ist der Ansicht, dass die Ausdehnung der chinesischen ADIZ bis über die Senkaku (Diaoyu) Inseln die territoriale Integrität und Souveränität Japans verletzt.

Es stellt sich nun die Frage, was eine ADIZ ist, worum es beim Streit über die Diaoyu/ Senkaku Inseln geht und wie er mit der ECS ADIZ verknüpft ist. Um diese und weitere Fragen zu beantworten, analysiert Richter den historischen Hintergrund des Streits zwischen China und Japan über das ostchinesische Meer sowie die Argumente beider Seiten. Es werden die Rechtsgrundlagen und die internationale Praxis für die Einrichtung einer ADIZ erörtert.

Ferner geht es um Entwicklungstrends der regionalen Sicherheitslage, um das Motiv Chinas, eine solche Zone einzurichten, und ihre Implikationen für die regionale Stabilität zu bewerten. Darüber hinaus soll auch die Frage diskutiert werden, ob China eine weitere Luftverteidigungs-Identifizierungszone in dem noch mehr umstrittenen Südchinesischen Meer einrichten wird.

Die Agorà ist ein Forum, bei welchem China-spezifische Themen referiert und diskutiert werden. Der Umgang mit China in all seinen Facetten ist eine Herausforderung für jede - nicht nur westliche - Kultur. Das Bewusstsein für die Bedeutung Chinas und das Verständnis für die chinesische Kultur sollen in diesem Rahmen entwickelt und gefördert werden.

Termin: Dienstag, 15.03.16, 18 Uhr, HS 888, Sigmund Haffner Gasse 18, 3. Obergeschoss, Vortrag mit Dr.phil Jiagu Richter, Institut für Ostasienwissenschaften an der Uni Wien.

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Veranstaltungen an der Universität Salzburg

8.3.: Geologisches Kolloquium am Dienstag

Michael Mölk, WLV Innsbruck: Der Umgang der WLV mit gravitativen Naturgefahren - Steinschlag und Rutschungen: Beispiele aus der Praxis.

In der Wildbach- und Lawinenverbauung gibt es drei Stabstellen. Alle Stabstellen unterstehen direkt dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

Die Stabstellen der Wildbach- und Lawinenverbauung Geoinformation, Geologie sowie Schnee und Lawinen nehmen zentrale Dienste wahr. Sie sind tätig im Bereich der Integration von Ergebnissen aus interdisziplinären Forschungen sowie im Entwicklungsmanagement. Das strategische Ziel der Stabstellen ist die Auflösung der linearen Kausalität zum wechselseitigen Informationsfluss.

Allen gemeinsam ist: Koordination der Organisation, Planung, Steuerung, Überwachung und Sicherstellung des Erkenntnistransfers, Koordinierung und Mitarbeit in überregionalen internen und externen Projekten betreffend Grundlagenentwicklung und Technologien und die Integration dieser Ergebnisse in das betriebliche Wissen im umfassenden Aufgabenbereich "Schutz vor Naturgefahren".

Die Stabstelle Geologie erstellt Expertisen im Bereich der Geotechnik, Beurteilung von Hangprozessen - Steinschlag, Felssturz, Rutschungen und Großhangbewegungen - sowie Hydrologie. Eine weitere Aufgabe ist die Evaluierung von Technologien, z.B. Schutzsysteme, und deren Umsetzung in der Praxis.

Termin:
8. März 2016, 17 Uhr im HS 434, Naturwissenschaftliche Fakultät, Hellbrunnerstraße 34, 3. Stock

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Veranstaltungen an der Universität Salzburg

9.3.: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft

Am Mittwoch, 9. März, spricht der bekannte deutsche Psychologe Gerd Gigerenzer an der Universität Salzburg über das Thema „Wie man die richtigen Entscheidungen trifft“.

Der Direktor des Max Planck Instituts für Bildungsforschung in Berlin, der von 1990 bis 1992 eine Professur an der Universität Salzburg innehatte, ist einer der international meistzitierten deutschsprachigen Psychologen. Er forscht zur Frage, wie man Entscheidungen trifft, wenn Zeit und Information begrenzt sind. Der breiten Öffentlichkeit ist der Kognitionspsychologe mit seinem Buch „Bauchentscheidungen“ bekannt geworden, welches in 17 Sprachen übersetzt wurde.

Gigerenzers These: Menschen entscheiden unter Ungewissheit dann besonders gut, wenn sie nicht zu lange nachdenken, sondern nach Faustregeln vorgehen. Für Aufmerksamkeit sorgt Gigerenzer zudem mit seiner Kritik an irreführenden Interpretationen statistischer Informationen über den gesundheitlichen Nutzen des Brustkrebs-Screenings. Der Vortrag (https://www.mpib-berlin.mpg.de) von Gerd Gigerenzer am 9. März um 17.30 Uhr im Audimax der Naturwissenschaftlichen Fakultät findet im Rahmen der Vortragsreihe der Salzburger Gesellschaft für Psychologie statt.

„In dieser Welt ist nichts gewiss, außer der Tod und die Steuern“, schrieb Benjamin Franklin vor mehr als 200 Jahren. Dennoch suchen Menschen ständig nach Gewissheiten, die nicht existieren. Eine Möglichkeit, in der modernen Welt zu bestehen, sehen immer mehr Bürger darin, sich auf Fachleute zu verlassen und von diesen bevormundet zu werden. Dagegen schreibt Gerd Gigerenzer an, auch in seinen neuen Büchern „Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft" (Verlag Bertelsmann 2013) und „Warum dick nicht doof macht und Genmais nicht tötet. Über Risiken und Nebenwirkungen der Unstatistik“ (Campus-Verlag 2014).

„Erinnern Sie sich an den Vulkanausbruch auf Island mit seiner Aschewolke? Die Immobilienkrise? Was ist mit dem Rinderwahnsinn? Jede neue Krise macht uns Sorge, bis wir sie vergessen und uns wegen der nächsten sorgen... Wenn etwas schiefgeht, erzählt man uns, künftige Krisen ließen sich durch bessere Technik, mehr Gesetze oder aufwendige Bürokratie verhindern“, schreibt Gigerenzer in seinem Buch „Risiko“.

Was den Menschen de facto aber besonders fehle, sei Risikokompetenz, also die Fähigkeit, mit Unsicherheiten rational umzugehen. Das betreffe Laien gleichermaßen wie Experten, kritisiert Gigerenzer. Ärzte, Juristen, Finanzfachleute, Manager oder Politiker seien oft selbst nicht in der Lage, Risiken richtig einzuschätzen, umso weniger, sie anderen verständlich zu machen. Der Appell des Psychologen richtet sich an jeden Einzelnen, selber zu denken.

Gigerenzer betont, dass jeder, der risikokompetent werden will, es auch könne. Dabei kritisiert er Modelle, die Entscheidungen als das Resultat komplexer analytischer Berechnungsverfahren betrachten. Diesem Ansatz folgt oftmals die Ratgeber- oder Unternehmensberatungsliteratur. Das sei zwar logisch, aber die menschliche Intelligenz funktioniere nicht wie eine Rechenmaschine. Für Gigerenzer ist die Logik nur eine von vielen Seiten menschlicher Intelligenz.

„Intelligenz stellen wir uns als eine überlegte, bewusste Tätigkeit vor, die von den Gesetzen der Logik bestimmt wird. Doch ein Großteil unseres geistigen Lebens vollzieht sich unbewusst und beruht auf Prozessen, die nichts mit Logik zu tun haben: Bauchgefühle oder Intuitionen. Wir haben Intuitionen über Sport, Freunde, die richtige Zahnpasta und andere gefährliche Dinge. Wir verlieben uns und spüren, dass der DAX steigen wird“, schreibt er in seinem Buch “Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ (Bertelsmann-Verlag 2007).

Das Bauchgefühl dürfe dabei nicht mit einer zufälligen Eingebung, einer impulsiven Laune oder mit Naivität verwechselt werden. Den Intuitionen liegen laut Gigerenzer vielmehr unbewusste, einfache Faustregeln zugrunde, die sich evolutionär entwickelt haben und auf dem ständigen Austausch mit der Umwelt beruhen. Faustregeln speisen sich aus Erfahrungen und sozialen Instinkten und führen deswegen oft zu guten Ergebnissen, weil sie unwichtige Informationen schlichtweg ignorieren. Ein „Weniger ist (manchmal) mehr Effekt“, der sich an zahlreichen Beispielen - vom Quiz “Wer wird Millionär?“ über die Arbeit von Drogenfahndern bis zum Verhalten beim Kauf von Markenartikeln - zeige.

Bauchentscheidungen, die nur auf einem einzigen guten Grund beruhen, ersparen uns oft viel Zeit und führen unter bestimmten Voraussetzungen auch zu besseren Ergebnissen als das genaue Abwägen aller Alternativen. Paradox formuliert besteht die Lebenskunst in einer Welt der Informationsüberflutung darin, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt, so Gigerenzer.

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Veranstaltungen an der Universität Salzburg

9.3.: "Lebensgespräch" mit Dr. Walter Sauer

»Expeditionen ins afrikanische Österreich« - Das Gespräch widmet sich dem Engagement von Walter Sauer in der Anti-Apartheid-Bewegung.

Mittwoch, 09.03.2016, 18.30 Uhr
Fachbibliothek UNIPARK / Leselounge
Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg

Begrüßung: VR Dr. Sylvia Hahn, Universität Salzburg
Moderation: Dr. Jean-Marie Krier, KommEnt

Eine Kooperationsveranstaltung der Universitätsbibliothek Salzburg mit KommEnt (Gesellschaft für Kommunikation | Entwicklung | dialogische Bildung). Eintritt frei!

Dr. Walter Sauer lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien und ist Vorsitzender des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (SADOCC) sowie der Österreichischen Namibia-Gesellschaft. Das Gespräch widmet sich dem Engagement von Walter Sauer in der Anti-Apartheid-Bewegung und für das südliche Afrika und fragt nach seinen speziellen Erfahrungen. Leseproben geben Einblick in sein neuestes Buch „Expeditionen ins afrikanische Österreich. Ein Reisekaleidoskop“ (Mandelbaum Verlag, Wien, 2014).

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier

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Veranstaltungen an der Universität Salzburg

10.3.: Auf Brautschau - Jerusalem in der kabbalistischen Literatur des Mittelalters

Vortrag mit Dr. Elke Morlok, Mainz - Donnerstag, 10. März 2016, 18.15 Uhr, HS 381, Haus der Gesellschaftswissenschaften, Rudolfskai 42, Salzburg

Der Vortrag untersucht die unterschiedlichen Verkörperungen einer weiblichen Seite der Gottheit als Jerusalem in der mystisch-jüdischen Literatur von der Antike bis in die Gegenwart: Es sollen Einblicke in intertestamentarische und gnostische Texte, rabbinische Vorstellungen zur irdischen Einwohnung Gottes und nicht zuletzt in die mittelalterlichen kabbalistischen Schriften präsentiert werden. Die dynamische Assoziation zwischen einer weiblichen Gottesvorstellung und Jerusalem bzw. dem Berg Zion stehen hierbei im Blickpunkt.

In den kabbalistischen Schulen von Gerona, Barcelona und später in Safed werden solche Vorstellungen innerhalb einer komplexen erotischen Metaphorik besonders entfaltet, wobei die weibliche Komponente oftmals hervorgehoben wird. Außerdem sollen moderne Wiederaufnahmen der Vorstellung von Jerusalem als Braut, wie z.B. in den Liedern von Leonard Cohen, vorgestellt werden, wobei auch methodische Herausforderungen Erwähnung finden.

Dr. Elke Morlok studierte Evangelische Theologie und Judaistik in Tübingen, Heidelberg und Jerusalem und promovierte 2008 bei Moshe Idel an der Hebräischen Universität Jerusalem. Von 2007 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Judaistik an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz an einem Habilitationsprojekt zu Isaak Satanow.

Forschungsschwerpunkte sind Kabbala, Haskala, Gender-Aspekte in der jüdischen Mystik, Sprachphilosophie, interreligiöse und interkulturelle Aspekte der Mystik. Veröffentlichungen: Übersetzung und Edition von Moshe Idels Kabbala und Eros, Frankfurt am Main 2009; Rabbi Joseph Gikatilla's Hermeneutics, Tübingen 2011.

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Veranstaltungen an der Universität Salzburg

Weitere Veranstaltungen im Überblick

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