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Newsletter 1.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Literaturarchivs!

Wie gewohnt, dürfen wir Sie am Ende dieses Universitätsjahres über aktuelle Veranstaltungen, Erwerbungen, Publikationen und sonstige wissenswerte Neuigkeiten informieren.
In diesem Newsletter finden Sie eine weitere Folge aus der Rubrik „las*FUNDE“, in der wir Ihnen regelmäßig eine interessante Archivalie aus unserem Bestand vorstellen. Der Autor Gerold Foidl, den wir Ihnen damit in Erinnerung rufen, hätte 2018 seinen 80. Geburtstag gefeiert; eben ist eine Ausgabe seiner Gesammelten Werke erschienen.

Das Team des Literaturarchivs wünscht Ihnen einen angenehmen und erholsamen Sommer.


Mit besten Grüßen
Manfred Mittermayer
im Namen des Archivteams


Ankündigungen


Ausstellung „Raus aus der Stadt! Hofmannsthal und das Junge Wien auf Sommerfrische“ (August 2018)
Im Sommer 2018 zeigt das LAS die Ausstellung Raus aus der Stadt! Hofmannsthal und das Junge Wien auf Sommerfrische. Es handelt sich dabei um die einzige Ausstellung eines vom Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie initiierten Ensembles von Präsentationen zur Autorengruppe Jung-Wien, die außerhalb Wiens gezeigt wird.
Die ländliche Umgebung Salzburgs gehörte für die Jung-Wiener zu den bevorzugten Sommerfrische-Destinationen, etwa das Salzkammergut mit Ischl, Strobl oder Altaussee, wo man Wanderungen unternahm, Lawn-Tennis spielte und Erholungsbäder nahm. Neben den genannten Orten und einem Ausblick auf weitere Sommerfrische-Destinationen wie den Semmering oder den Lido wird die Veränderung des Natur-Erlebens, das Verhältnis zu den Einheimischen, das Schreiben in der Sommerfrische, das Spannungsfeld Moderne/Antimoderne oder das weite Feld der Liebe/Liebelei thematisiert. Die Kuratoren der Ausstellung sind Martin Huber (LAS) und David Österle (Ludwig Boltzmann Institut), die künstlerische Gestaltung liegt bei Gerhard Spring und Gerold Tagwerker.

Eröffnet wird die Ausstellung am 30. Juli um 19 Uhr; zu sehen ist sie von 31.Juli bis 31. August (Mo-Fr: 10-18 Uhr, Sa, So, Feiertag: 13-18 Uhr).


Hörfunkhinweis: „Im Gespräch“ mit Senthuran Varatharajah
Am 5. Juli 2018 wiederholt der ORF in seinem Radioprogramm Ö1 um 21 Uhr das ausführliche Interview, das Manfred Mittermayer mit dem Gewinner des Rauriser Literaturpreises 2017, Senthuran Varatharajah, im Rahmen der von Renata Schmidtkunz geleiteten Hörfunkreihe „Im Gespräch“ geführt hat.


5. digital humanities austria-Konferenz
Bis 15. Juli 2018 läuft noch der Call for Contributions zur 5. digital humanities austria-Konferenz (dha2018), die dieses Jahr unter dem Motto „empowering researchers“ von 29.11. bis 01.12.2018 an der Paris Lodron Universität Salzburg stattfinden wird. Ihre Organisation erfolgt durch die Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank (MHDBDB), die Kontaktstelle Citizen Science, die universitäre DH-Plattform dhPLUS sowie das LAS.


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las*FUNDE


Gerold Foidl: Scheinbare Nähe




Typoskriptblatt mit Korrekturen und Kopie mit Streichungen Peter Handkes


Durch die Publikation seines ersten Romans Der Richtsaal (1978) habe sich Gerold Foidl (1938–1982) „aus dem stummen Dunkel eines von der Gesellschaft gering geschätzten Menschen“ befreit, schreibt Dorothea Macheiner, die Nachlassverwalterin des früh an Lungenkrebs verstorbenen Salzburger Autors mit Osttiroler Herkunft, in der von ihr herausgegebenen und vor kurzem aus Anlass von Foidls 80. Geburtstag im Innsbrucker Haymon Verlag erschienenen einbändigen Ausgabe seiner Gesammelten Werke. Der „beruflich immer wieder Gescheiterte und mit fünfunddreißig Jahren aus Krankheitsgründen Frühpensionierte“ habe als Schriftsteller – eine Existenz, deren Gelingen ihm sein Vater stets abgesprochen habe – „endlich die für ihn einzig gültige Identität gefunden“.

1985 erschien unter dem Titel Scheinbare Nähe postum ein zweiter Roman, in dem der Ich-Erzähler diese Schriftsteller-Identität radikal widerruft und gleichzeitig eine wütende Abrechnung mit den familiären Zwängen und Verletzungen, vor allem mit dem leidenschaftlich gehassten Vater, vorlegt – „Das unsichtbare Gefängnis“ sollte der Text ursprünglich heißen, der außerdem auf bestürzende Weise vom Leben im Wissen um den unmittelbar bevorstehenden Tod zeugt: „Vielleicht lernt irgendwer leichter sterben, der das liest“, lautet einer seiner letzten Sätze.

Scheinbare Nähe ist im Nachlass Georg Foidl, der sich seit 2017 im Literaturarchiv Salzburg befindet, in vier sehr unterschiedlichen Originalen überliefert. Das umfangreichste Typoskript, das als Vorlage für alle bisherigen Buchausgaben des Textes diente, umfasst 181 Seiten und enthält handschriftliche Korrekturen. Es handelt sich um ein Fragment, der Text bricht mitten im Satz ab. Auch ein weiteres, wahrscheinlich früher entstandenes Typoskript von 87 Seiten Umfang ist Fragment geblieben. Es sind zwei weitere, abgeschlossene Textentwürfe erhalten, darunter der zehn Seiten umfassender Text, der unter dem von der Herausgeberin Dorothea Macheiner gewählten Titel „Standhalten“ in der neuen Ausgabe der Gesammelten Werke Foidls erschienen ist.


Auf Initiative Dorothea Macheiners stellte Peter Handke, der damals in Salzburg lebte, eine Bearbeitung des umfangreichsten Textfragments von Scheinbare Nähe her und veranlasste die Publikation des Romans in der edition suhrkamp. Die texteditorischen Eingriffe Handkes – meist Streichungen und nur wenige behutsame Änderungen – sind in Kopie im angereicherten Teil von Foidls Nachlass erhalten.

(Manfred Mittermayer und Lina Maria Zangerl)


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Projekte


Stefan Zweig digital





Nach mehrjähriger Vorbereitung wurde das auf Initiative des Literaturarchivs Salzburg entstandene Projekt STEFAN ZWEIG DIGITAL am 9. Juni 2018 unter der Adresse www.stefanzweig.digital veröffentlicht. Vorangegangen ist die Verzeichnung von über 280 Manuskripten und Lebensdokumenten Stefan Zweigs, die im eigenen Haus sowie in der Stefan Zweig Collection der Daniel A. Reed Library an der State University of New York in Fredonia aufbewahrt werden. Damit ist der auf beide Institutionen aufgeteilte literarische Nachlass Zweigs, der all jene Dokumente umfasst, die sich bis zu seinem Tod in seinem Besitz befanden, erstmals in seiner Gesamtheit katalogisiert und erschlossen worden. Ein Teil davon ist bereits in Form digitaler Faksimiles zugänglich und kann auf der neuen Website durchblättert werden.

STEFAN ZWEIG DIGITAL bietet umfassende Suchmöglichkeiten und durch weitreichende Beschreibungen und Verknüpfungen des Materials ganz unterschiedliche Zugänge zur Beantwortung wissenschaftlicher Fachfragen wie auch für die interessierte Öffentlichkeit. So stehen für die Recherche neben den eigentlichen Katalogen eine biographische Übersicht sowie ein Index der Personen und Standorte mit über 700 Einträgen zur Verfügung. Hinzu kommt das Verzeichnis der erhaltenen Bücher aus Zweigs Bibliothek. Dieser hier erstmals präsentierte Bestand von rund 1.300 Bänden ermöglicht einen wichtigen Einblick in die von ihm wahrgenommene, gelesene und als Quelle für seine Werke genutzte Literatur.

Das Projekt STEFAN ZWEIG DIGITAL wird vom Literaturarchiv Salzburg an der Universität Salzburg getragen und ist in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz (ZIM) und zahlreichen freiwilligen Beiträger/innen realisiert worden. Eine Kooperation mit dem Fotohof Salzburg ermöglichte die Herstellung der digitalen Faksimiles.

Andere Institutionen sowie Privatsammlungen sind ausdrücklich eingeladen, ihre Bestände zu Stefan Zweig und seinem Umfeld zukünftig virtuell in das Projekt einzubringen und durch die Erweiterung des Datenbestands den Wert des entstehenden Netzwerks noch erheblich zu steigern.

Zusammen mit der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHDBDB) und Ebner Online ist STEFAN ZWEIG DIGITAL eines von drei Pilotprojekten der Plattform dhPLUS. Dieses Projekt, das an der Universität Salzburg entsteht, soll den dauerhaften und sicheren Betrieb von DH-Projekten gewährleisten.



Salzburger Bachmann Edition
Derzeit wird an der Ingeborg Bachmann Forschungsstelle des LAS an der Fertigstellung des dritten Bands der Salzburger Bachmann Edition gearbeitet. Er wird den Briefwechsel mit Hans Magnus Enzensberger, herausgegeben von Hubert Lengauer (Klagenfurt) enthalten und im Oktober 2018 im Suhrkamp und Piper Verlag erscheinen.
Im Herbst 2019 wird Luigi Reitani Ingeborg Bachmanns zweite Gedichtsammlung Anrufung des Großen Bären im Rahmen der Salzburger Bachmann Edition herausgeben. Aus diesem Anlass war er im Juni Gastvortragender am FB Germanistik (s.u.).
Als Gastforscher durften wir im März 2018 erneut Roland Berbig (Berlin) begrüßen, der als zukünftiger Bandherausgeber der Salzburger Bachmann Edition von 28. Februar bis 13. März am Nachlass der Autorin arbeitete.


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Veranstaltungen und Vorträge


Neuausgabe von Adalbert Stifters letztem Werk Die Mappe meines Urgroßvaters
Am 23. Jänner 2018 stellten Silvia Bengesser und Herwig Gottwald die Werkbände und den Kommentar zur 3. und 4. Fassung der Erzählung Die Mappe meines Urgroßvaters, der bei Kohlhammer (Stuttgart) verlegten Abteilung 6 der Historisch-Kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe Adalbert Stifters, im Literaturarchiv vor. Johannes John (München), der Redaktor der Ausgabe, informierte über das Editionsprojekt, Werner Friedl las ausgewählte Texte von Adalbert Stifter. Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen Literaturarchiv Salzburg, Salzburger Literaturforum Leselampe und FB Germanistik.


Lesung und Gespräch mit Rolf Hochhuth
Am 26. Jänner 2018 fand als Kooperation zwischen Leopold Kohr-Akademie und LAS in der Bibliotheksaula der Universitätsbibliothek Salzburg eine Lesung von Rolf Hochhuth statt. Danach sprachen mit dem Autor der Regisseur Lutz Hochstraate, der langjährige Intendant des Salzburger Landestheaters, und Manfred Mittermayer.


Rauriser Literaturtage
Von 4. bis 8. April 2018 fanden die 48. Rauriser Literaturtage unter der Intendanz von Ines Schütz und Manfred Mittermayer statt. Diesmal war das Festival den vielfältigen Möglichkeiten der literarischen Darstellung von Kindheit und Jugend gewidmet – das Thema der Literaturtage lautete „Frühe.Jahre“.
Der vom Land Salzburg verliehene Rauriser Literaturpreis für das herausragendste Prosa-Debüt des letzten Jahres ging an Raphaela Edelbauer für ihren Prosatext „Entdecker. Eine Poetik“, den Förderungspreis erhielt Florian Gantner. An drei Hauptabenden und im Rahmen eines Lyrik-Schwerpunkts fanden Lesungen prominenter Autorinnen und Autoren statt, teilweise in Kooperation mit den Salzburger Institutionen Literaturhaus, „Literaturforum Leselampe“ und „prolit“.
Dazu kam ein reichhaltiges Begleitprogramm für unterschiedliche Zielgruppen – darunter u.a. Studierende aller österreichischen Universitäts-Institute für Germanistik sowie Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen.


Jahrestreffen des „Kompetenznetzwerks Digitale Edition“
Von 12. bis 13. April 2018 fand am Literaturarchiv das Jahrestreffen des „Kompetenznetzwerks Digitale Edition“ (KONDE) statt. Im Rahmen dieses Netzwerks, das aus Hochschulraumstrukturmitteln finanziert wird, beschäftigen sich sieben universitäre Partner – unter anderem auch die Universität Salzburg – und drei weitere Einrichtungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit theoretischen und praktischen Aspekten der Digitalen Edition.
An den beiden Tagen fanden Treffen der Arbeitsgruppen zu den Themen Digitalisierung, Archivierung, Textauszeichnung, Interfaces und Hybrid-Editionen statt. Beim Jahrestreffen der Partner am Freitagnachmittag wurden Berichte aus dem ersten Projektjahr vorgelegt und weitere Projektziele für die kommenden Jahre erarbeitet.


Die vielen Gesichter des Georg Rendl – ein Literaturfrühstück im Salzburg Museum
In der vom Salzburger Literaturforum Leselampe veranstalteten Reihe Literaturfrühstück hielt Silvia Bengesser am 7. Juni 2018 einen Vortrag über den vielschichtigen Habitus des Salzburger Autors Georg Rendl (1901–1972), dessen Nachlass sich im Literaturarchiv befindet.


Tage der Archive 2018
Das Literaturarchiv Salzburg beteiligte sich von 7. bis 9. Juni 2018 an den „Tagen der Archive“ der Wissensstadt Salzburg. Das Programm umfasste u.a. eine Führung durch das Literaturarchiv mit Highlights aus den Beständen zu Stefan Zweig und Peter Handke.

Am 8. Juni 2018 fand aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums des Partnerschaftsprogramms zwischen der Bowling Green State University, Ohio (USA) und der Universität Salzburg als Kooperation zwischen der BGSU und dem LAS eine bilinguale Lesung mit Josef Haslinger, Elisabeth Reichart und Peter Rosei statt. Seit 1986 existiert ein Writer-in-Residence-Programm, das eine beträchtliche Zahl an Österreicherinnen und Österreichern (teilweise mehrmals) nach Bowling Green führte. Manfred Mittermayer, der den Salzburg Campus der BGSU an der PLUS mitbetreut, moderierte den Abend, Geoffrey C. Howes (BGSU) las eigene Übersetzungen und referierte über diese wenig bekannte Verbindung zwischen der österreichischen Literatur und den USA.

Am 9. Juni 2018 wurde das Onlineportal STEFAN ZWEIG DIGITAL präsentiert. Zur Veranstaltung waren zahlreiche Ehrengäste angereist, u.a. die Erbin Stefan Zweigs Eva Alberman und ihr Sohn Daniel Alberman. Nach einleitenden Worten durch den Projektleiter Manfred Mittermayer, den Dekan der Kultur-und Geisteswissenschaftlichen Fakultät Martin Weichbold sowie Johannes Stigler, den Leiter des Kooperationspartners Zentrum für Informationsmodellierung (ZIM) der Universität Graz, stellten Oliver Matuschek und Lina Maria Zangerl, die inhaltlich Verantwortlichen, sowie Christopher Pollin, zuständig für die Datenmodellierung, das Projekt vor. Werner Friedl und Klemens Renoldner lasen aus Archivalien Stefan Zweigs.


Gastvortrag Luigi Reitani über Ingeborg Bachmann
Am 14. Juni 2018 sprach der renommierte italienische Germanist und Lyrikspezialist Luigi Reitani (Udine/Berlin) anlässlich eines vom FB Germanistik in Kooperation mit dem LAS veranstalteten Gastvortrags über Ingeborg Bachmanns lyrische Reisebilder.


FundstelleArchiv: Buchpräsentation Gerold Foidl
Die anlässlich des 80. Geburtstags von Gerold Foidl im Innsbrucker Haymon Verlag erschienene einbändige Ausgabe seiner Gesammelten Werke wurde am 19. Juni 2018 im LAS im Rahmen der Reihe „FundstelleArchiv“ von der Herausgeberin Dorothea Macheiner und dem Autor Ludwig Laher sowie dem Schauspieler und Filmemacher Michael Kolnberger präsentiert. Lesungen, Gespräche sowie Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm und ein seltenes Tondokument Foidls aus der Sammlung Brita Steinwendtner boten Zugänge zu Leben und Werk des 1982 verstorbenen Autors.


Lange Nacht der Museen
Am 6. Oktober 2018 nimmt das Literaturarchiv wieder an der „Langen Nacht der Museen“ teil: Neben Führungen (jederzeit nach Bedarf), einem Handschriften-Rätsel (ab 18.00 Uhr) und einem Kinderprogramm (18.00 bis 21.30 Uhr) wird die Schauspielerin Britta Bayer um 20.30 Uhr Texte aus den Beständen des Literaturarchivs lesen. Die Originale und weitere Informationen zu den gelesenen Texten werden in einer kleinen Ausstellung präsentiert.


Thomas Bernhard Tage St. Veit 2018
Von 12. bis 13. Oktober 2018 finden die 24. Thomas Bernhard Tage in St. Veit im Pongau statt. Die in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg (Fachbereich Germanistik) und dem LAS organisierte Veranstaltung beschäftigt sich diesmal mit „Religion, Philosophie und Lebenskunst“ bei Thomas Bernhard. Nach einer Lesung von Alois Brandstetter am Eröffnungsabend folgen am Samstag Vorträge von Brigitte Schwens-Harrant, Josef P. Mautner, Herwig Gottwald und Veronika Puttinger, außerdem ein von Manfred Mittermayer moderiertes Gespräch mit Alois Brandstetter, Hans Höller und Erika Schmied über die „Lebenskunst“ bei Thomas Bernhard.
Programm: http://www.seelackenmuseum.at/tb.html


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Ankäufe


Manuskript eines Aufsatzes von Stefan Zweig
Im März 2018 konnte das Literaturarchiv bei einer Auktion ein Manuskript Stefan Zweigs erwerben. Es handelt sich um einen vollständigen Aufsatz über die italienische Literatur, der bisher unveröffentlicht geblieben ist. Seine Erstpublikation wird im nächsten stefan zweig heft des Stefan Zweig Zentrums Salzburg erfolgen.


Georg Eberl – Sammlung Sylvia Eberl, Sammlung Renate Kolator 2018 wurden dem Literaturarchiv Salzburg umfangreiche Nachlassmaterialien zu Leben und Werk des Salzburger Autors Georg Eberl (1893–1975) übergeben. Darunter befinden sich zahlreiche veröffentlichte, aber auch unveröffentlichte Werk-Typoskripte, u.a. zu Eberls autobiographischen Romanen Ich war ein lediges Kind (1952), Als ich Jungknecht war (1953) und Als ich Eisenbahner wurde (1971), eine umfangreiche Fotosammlung sowie handschriftliche Tagebücher. Wir bedanken uns bei Sylvia Eberl und Renate Kolator, der Enkelin bzw. der Stieftochter des Autors, für die großzügige Schenkung.


Ergänzung Nachlass Robert Jungk
In Ergänzung zum Nachlass Robert Jungks hat die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen im Mai weitere 14 Ordner mit Typoskripten, Sonderdrucken, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, Sammelbandbeiträgen, Interviews und Lebensdokumenten sowie anderen Materialien an das Literaturarchiv übergeben. Der Bestand befindet sich in Bearbeitung und wird ab Herbst für Forschung und Interessierte im Literaturarchiv zugänglich sein.


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Publikationen


Bernhard-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung.
Im Sommer 2018 erscheint das Bernhard-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, das Martin Huber und Manfred Mittermayer unter Mitarbeit von Bernhard Judex im Metzler Verlag (Stuttgart) herausgegeben haben. Der Band umfasst auf 560 Seiten insgesamt 93 Einzelbeiträge von 67 internationalen Forscherinnen und Forschern zu Thomas Bernhard und bietet so einen umfassenden Überblick über das Leben des Autors, sein Werk und dessen vielfältige Rezeption. Neben einer biographischen Einführung finden sich detaillierte Darstellungen aller Einzelwerke (Kurzcharakteristik, Deutungsansätze, Wirkung und Forschungslage), einzelne Aufsätze zu werk- und motivgeschichtlichen Kontexten und Diskursen rund um das Werk sowie Beiträge zur internationalen Rezeption des Autors. Ergänzt wird das Handbuch durch eine umfangreiche Bibliographie.



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Forschung


Lehrveranstaltungen
Die enge Zusammenarbeit des LAS mit dem Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg dokumentierte sich in mehreren Lehrveranstaltungen.
Bernhard Judex und Manfred Mittermayer leiteten im Sommersemester 2018 ein Proseminar zur Einführung in die Editionsphilologie und Archivarbeit, das neben einem knappen Überblick zum Thema durch Exkursionen, Gastvorträge von Mitgliedern des LAS-Teams und eigene Arbeiten der Studierenden anhand ausgewählter Archivalien aus dem LAS die Praxis und die wichtigsten Aufgabenbereiche eines Literaturarchivs veranschaulichte.
Außerdem hielten u.a. Bernhard Judex im Wintersemester 2017/18 ein Proseminar unter dem Titel Titel „Vom Wasser haben wir’s gelernt …“ Zur Motivgeschichte des Flüssigen in der deutschsprachigen Literatur der Moderne sowie Silvia Bengesser im Sommersemester 2018 ein Proseminar zu Dialekt als Sprache literarischer Werke.


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Personalia


Praktika
Shaydon Ramey, Student im von Manfred Mittermayer mitbetreuten Salzburg-Programm der Bowling Green State University Ohio (USA), hat von April bis Mai ein Praktikum im Literaturarchiv absolviert und an der Digitalisierung von Beständen mitgearbeitet.


Auszeichnung für Archivleiter
Am 12. Juni 2018 erhielt Manfred Mittermayer im StifterHaus Linz für seine im Residenz Verlag erschienene Biographie über Thomas Bernhard den „neue-texte-Preis für Essay“ verliehen.


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In eigener Sache – Datenschutzgrundverordnung


Am 25.5.2018 ist die Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen zum Datenschutz müssen auch vom Literaturarchiv umgesetzt werden.

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